Warum eine vollständig SAP-integrierte Lösung zur Rechnungsverarbeitung die bessere Wahl ist

Warum eine vollständig SAP-integrierte Lösung zur Rechnungsverarbeitung die bessere Wahl ist

Der Ausgangspunkt: SAP als zentrales ERP-System

Viele Unternehmen verlassen sich auf SAP als ihr zentrales ERP-System. Insbesondere in der Kreditorenbuchhaltung (AP) ist die digitale Transformation oft bereits im Gange: Scan-Workflows, die Akzeptanz von E-Invoicing-Formaten, digitale Dokumentenarchivierung oder sogar ein Workflow-Tool – möglicherweise außerhalb von SAP – für die Rechnungsverarbeitung.

Auch wenn dies fortschrittlich erscheinen mag, gibt es oft noch ungenutztes Optimierungspotenzial. Wenn Sie die Implementierung einer (neuen) Workflow-basierten Lösung für die SAP-gestützte Rechnungsverarbeitung in Betracht ziehen, gehören zu Ihren Zielen wahrscheinlich:

  • Automatisierung steigern
  • Prozesse vereinfachen und beschleunigen
  • Manuelle Aufgaben minimieren
  • Vollständiger Übergang zu digitalen Workflows (Adieu, Papier!)
  • Fehler und Rückfragen reduzieren
  • Transparenz und Reporting-Möglichkeiten gewinnen sowie Kosten senken

Doch wie können Sie diese Ziele effektiv erreichen?

Die zentrale Frage: Integriert oder Standalone?

Bei der Auswahl einer neuen Lösung für die Rechnungsverarbeitung in SAP ist eine Frage entscheidend: Soll sie vollständig in SAP integriert sein oder als eigenständiges (externes) System betrieben werden?

Zwei Ansätze – ein klarer Gewinner: SAP-integriert

Automatisierte Lösungen zur Rechnungsverarbeitung für SAP lassen sich generell in zwei Kategorien einteilen:

  1. Standalone-/externe Systeme
  2. Vollständig SAP-integrierte Lösungen

Während Standalone-Lösungen möglicherweise mehr Flexibilität oder angepasste Benutzeroberflächen bieten, liefern SAP-integrierte Lösungen entscheidende technische und organisatorische Vorteile:

1. Keine doppelten Datenpools

Standalone-Systeme schaffen separate Datensilos – eines in SAP, ein weiteres in der Verarbeitungslösung. Diese Silos müssen ständig synchronisiert werden. Verzögerungen oder Synchronisationsfehler (z. B. ein neuer Lieferant, der im externen System nicht erkannt wird) können die Rechnungsverarbeitung blockieren. Eine SAP-integrierte Lösung eliminiert dieses Risiko, indem sie Daten direkt in SAP verarbeitet und stets aktuelle Stammdaten nutzt.

2. Echtzeit-Zugriff auf SAP-Daten

Müssen Sie prüfen, ob ein Wareneingang gebucht wurde? Bei Standalone-Tools müssen Sie zurück zu SAP wechseln. SAP-integrierte Lösungen betten diese Daten direkt in den Workflow ein, wodurch Medienbrüche und manuelle Nachforschungen reduziert werden.

3. Einheitliches Berechtigungs- und Benutzermanagement

Ein großer Effizienzgewinn: SAP-Rollen und -Berechtigungen können typischerweise für die Rechnungsverarbeitung wiederverwendet werden. Keine doppelte Pflege von Benutzer- und Rechte-Strukturen – das spart Zeit, reduziert Komplexität und minimiert Fehler.

4. Vertraute SAP-Oberfläche = höhere Akzeptanzraten

Finanzexperten sind bereits mit SAP vertraut. Eine integrierte Lösung bedeutet: keine neue Oberfläche, keine neue Logik, keine zusätzlichen Logins. Die Akzeptanzraten steigen, weil sich die Lösung wie ein natürlicher Bestandteil der bestehenden SAP-Umgebung anfühlt.

5. Schnelleres Reporting & höhere Transparenz

Je früher Rechnungsdaten digital erfasst und in SAP verfügbar sind, desto schneller können KPIs, Dashboards und Status-Updates generiert werden. Dies erhöht die Prozesstransparenz, hilft Engpässe zu beseitigen und reduziert interne Anfragen.

Profi-Tipp:

Stellen Sie sicher, dass die Rechnungsvalidierung ebenfalls in SAP erfolgt – nicht nur die Workflow-Schritte. Dies erhöht die Konsistenz und Datenqualität von Anfang an.

Kurzer Einblick: Was bedeutet SAP-Zertifizierung wirklich?

SAP-Integration und SAP-Zertifizierung gehen oft Hand in Hand – doch nicht alle Zertifizierungen sind gleich.

Ein Zertifikat allein macht eine Lösung nicht exzellent – aber es ist ein starkes Signal. Anbieter, die eine regelmäßige SAP-Zertifizierung anstreben, investieren in tiefgreifendes SAP-Know-how und langfristige Zukunftsfähigkeit. Das bedeutet in der Regel, dass die SAP-Integration ein Kernbestandteil und kein nachträglicher Gedanke ist.

Worauf Sie achten sollten:

SAP bietet mehrere Zertifizierungen an, insbesondere bei seinen verschiedenen Cloud-Modellen. Wichtige Beispiele sind:

  • „Integration with SAP NetWeaver“ für klassische ERP-Systeme
  • „Integration with SAP S/4HANA“ und „S/4HANA Cloud“ für neuere Plattformen
  • „For Clean Core with SAP S/4HANA Cloud“ für Public-Cloud-Readiness via SAP BTP

Für die Zukunftssicherheit sollte Ihre Lösung idealerweise über alle relevanten Modelle hinweg zertifiziert sein.

Fazit: SAP-Integration ist der Schlüssel zu einer effizienteren Zukunft

Eine vollständig SAP-integrierte Lösung zur Rechnungsverarbeitung bietet mehr als nur technische Kompatibilität. Sie ermöglicht schnellere Durchlaufzeiten, reibungslosere Prozesse, höhere Transparenz – und eine bessere Benutzererfahrung.

Wenn Konsistenz, Benutzerfreundlichkeit, Skalierbarkeit und Zukunftsfähigkeit Ihre Prioritäten sind, ist die Wahl einer SAP-integrierten Lösung der strategisch richtige Schritt. Und übersehen Sie die Zertifizierung nicht – sie ist ein Zeichen für langfristiges Engagement und die Ausrichtung auf das SAP-Ökosystem. Denn am Ende geht es nicht nur um Technologie. Es geht um Ihren Geschäftserfolg.

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Dina Ziems

Autor

Dina Ziems ist seit mehr als 10 Jahren in der B2B-Softwarebranche zu Hause. Bei xSuite verantwortet sie das Group-Marketing in Ahrensburg. Thematisch befasst sie sich im Schwerpunkt mit SAP-integrierten Geschäftsprozessen sowie dem zukunftsweisenden E-Invoicing. Den Weg in die Cloud hat sie dabei schon längst gefunden. Seit Februar 2022 ist Dina außerdem Vorsitzende des Bitkom-Arbeitskreises Digital Office Services & Cloud.

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