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Warum bei der Wahl einer SAP-Rechnungslösung das Produktportfolio des Herstellers relevant ist

Themen: SAP | Rechnungsverarbeitung

Ein zu bunt zusammengewürfeltes Angebot ist häufig ein Hinweis auf fehlenden Fokus.

 

Im vorherigen Blogartikel haben wir uns damit beschäftigt, warum eine in SAP-integrierte Lösung zur Rechnungsverarbeitung die bessere Wahl gegenüber generischen Systemen ist. In diesem Beitrag gehen wir einen Schritt weiter: Welche Rolle spielt das Produktportfolio des Softwareanbieters, wenn Sie eine Lösung für die kreditorische Buchhaltung und Rechnungsverarbeitung in SAP auswählen?

Ein breites, aber beliebiges Portfolio? Ein Warnsignal.

Gerade im Bereich Rechnungsverarbeitung für SAP stoßen Unternehmen auf viele Anbieter mit einem sehr breiten Portfolio. Doch Vorsicht: Ein zu bunt zusammengewürfeltes Angebot – vielleicht von CRM über HR bis hin zu Dokumentenmanagement – ist häufig ein Hinweis auf fehlenden Fokus.

Das Gleiche gilt für generische, ERP-agnostische Lösungen wie Robotic Process Automation (RPA)-Tools, Intelligent Document Processing (IDP)-Plattformen oder breit eingesetzte KI-Lösungen. Sie sind zwar vielseitig einsetzbar, basieren aber nicht auf dem notwendigen fachlichen Know-how, dass in der kreditorischen Buchhaltung wesentlich ist. Die Folge: Diese Systeme bilden die Prozesse nur oberflächlich ab und unterstützen dadurch nicht die spezifischen Anforderungen einer SAP-integrierten Rechnungsverarbeitung. Das Resultat: Es wird häufig doch nicht das erhoffte (oder versprochene) Automatisierungsniveau erreicht.

Kurz gesagt: Viel hilft nicht immer viel (in Bezug auf das Portfolio) – denn oft fehlt bei solchen Anbietern dann der Tiefgang in genau den Fachprozessen, die für Ihr Unternehmen entscheidend sind.

Der Vorteil einer fokussierten Suite

Sinnvoller ist es, einen Anbieter zu wählen, der sich klar auf Rechnungsverarbeitung und angrenzende Prozesse in SAP konzentriert – und dabei nicht nur ein einzelnes Produkt im Portfolio hat, sondern eine Suite von aufeinander abgestimmten Lösungen.

Warum ist das wichtig? Weil Prozesse wie die Eingangsrechnungsverarbeitung nicht isoliert zu sehen sind. Auch wenn Ihr aktueller Bedarf nur eine Lösung für die kreditorische Rechnungsverarbeitung umfasst, kann es perspektivisch entscheidend sein, dass der Anbieter auch angrenzende Szenarien wie die Beschaffung unterstützen kann. Eine durchgängige Procure-to-Pay-Prozesskette bringt deutliche Vorteile: weniger Brüche, mehr Transparenz und spürbare Effizienzgewinne.

Darüber hinaus sollte eine fokussierte Suite auch das Thema E-Invoicing im Portfolio enthalten. Viele Länder (auch international) haben bereits rechtliche Verpflichtungen zur elektronischen Rechnungsstellung eingeführt oder planen dies zu tun.  Wer heute bereits einen Anbieter mit einer E-Invoicing-Lösung im Angebot auswählt, ist optimal vorbereitet und kann auf zukünftige gesetzliche Anforderungen flexibel reagieren – ohne erneut den Markt sondieren und eine neue Lösung integrieren zu müssen.

Synergieeffekte durch gemeinsame technische Basis

Besonders wertvoll wird ein Lösungsportfolio dann, wenn die Produkte eine gemeinsame technische Basis haben und nahtlos ineinandergreifen. Für Unternehmen bedeutet das:

  • Weniger Integrationsaufwand bei der Einführung
  • Einheitliche Benutzeroberflächen und Logik, speziell im SAP-Umfeld
  • Schnellere Einarbeitung der Mitarbeitenden in der Buchhaltung
  • Stabilität und Zukunftssicherheit, weil Prozesse skalierbar und erweiterbar sind

So lassen sich Kreditorenprozesse heute optimal abbilden – und später problemlos erweitern, falls neue Anforderungen wie z. B. zusätzliche Compliance-Vorgaben oder weitere Automatisierungslösungen hinzukommen.

Fazit: Balance ist entscheidend

Bei der Auswahl Ihrer SAP-Rechnungslösung sollten Sie also genau hinschauen:

  • Ist das Portfolio sehr breit aufgestellt, generisch oder thematisch beliebig? Also ein Zeichen mangelnder Spezialisierung?
  • Oder ist das Portfolio ein fokussiertes Set an Lösungen, das speziell auf die kreditorische Buchhaltung und Rechnungsverarbeitung zugeschnitten ist, und dass darüber hinaus angrenzende Prozesse wie die Beschaffung unterstützt?

Die beste Wahl ist ein spezialisierter Anbieter, der sich auf die Rechnungsverarbeitung in SAP konzentriert – und zugleich Lösungen für benachbarte Prozesse anbietet. So sichern Sie nicht nur den Projekterfolg im Bereich der Eingangsrechnungsverarbeitung und des E-Invoicings, sondern auch die Zukunftsfähigkeit Ihrer gesamten Procure-to-Pay-Prozesslandschaft.

Sie möchten wissen, welche weiteren Faktoren wichtig sind, die Sie im Entscheidungsprozess berücksichtigen sollten? Dann empfehlen wir Ihnen unser Whitepaper "Die 8 Geheimtipps – Auswahl einer Workflowlösung zur Rechnungsverarbeitung in SAP“

Autor

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Dina Ziems

Dina Ziems ist seit mehr als 10 Jahren in der B2B-Softwarebranche zu Hause. Bei xSuite verantwortet sie das Group-Marketing in Ahrensburg. Thematisch befasst sie sich im Schwerpunkt mit SAP-integrierten Geschäftsprozessen sowie dem zukunftsweisenden E-Invoicing. Den Weg in die Cloud hat sie dabei schon längst gefunden. Seit Februar 2022 ist Dina außerdem Vorsitzende des Bitkom-Arbeitskreises Digital Office Services & Cloud.

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